|
|
Art der Hörbeeinträchtigung
|
|
|
Hörstörungen im Bereich des Mittelohrs
|
Hörschäden im Bereich des Innenohrs
|
|
Auffälligkeiten im Bereich:
|
wechselhafte Mittelohrstörungen
|
andauernde Mittelohrstörungen
|
einseitiger Hörschaden
|
nicht erkannte beidseitige Hochtonschwerhörigkeit
|
nicht erkannte beidseitige mittelgradige Schwerhörigkeit
|
|
akustische Reak-tionsbereitschaft
|
Kind ist aus der Nähe normal ansprechbar;
Nicht-hören wird als Nicht-hören-wollen missverstanden;
|
Kind reagiert auf fast alles adäquat, nur bei Störgeräuschen
|
Kind reagiert meist adäquat, da die meisten Geräusche einen Tiefton- und Mitteltonanteil haben,
|
eingeschränkte Reaktionsfähigkeit; Kind ist nur aus
|
|
bzw. Reaktions-fähigkeit:
|
Kind reagiert teilweise adäquat, teilweise jedoch nicht
|
Kind reagiert häufig verzögert oder nicht adäquat
|
(Lärm) nicht mehr; Kind kann sich akustisch schlecht orientieren (kein Richtungshören!)
|
der vom Kind wahrgenommen wird
|
der Nähe ansprechbar; es zeigt häufig wenig Interesse an akustischen Ereignissen
|
|
Sprach-verständnis:
|
unauffällig
|
meist unauffällig mit leichten Unsicherheiten
|
meist unauffällig
|
meist unauffällig oder nur geringe Einschränkungen
|
unauffällig bis erheblich eingeschränkt
|
|
Sprache:
|
meist geringer Sprachentwicklungsrückstand
|
meist unauffällig
|
unauffällig bis deutlicher
|
unauffällig bis Kommunikati-
|
|
|
partielles Stammeln (besonders der Zisch-laute „s“, „sch“, „ch“, „f“); Unsicherheit im Sprach-verhalten oder wirkt sprechscheu
|
partielles bis multiples Stammeln; manchmal Balbuties (Stottern); unbetonte Wortsilben wie Endungen werden „verschluckt“; Kind wirkt sprachlich zurückhaltend bis kommunikationsscheu
|
keine Stammelfehler bis partielles Stammeln möglich; im Gespräch mit einzelnen und in ruhiger Umgebung unauffällig, in der Gruppe Kommunikationsprobleme; Kind versteht Flüstersprache!
|
Sprachentwicklungsrückstand meist Stammelfehler der Zischlaute „s“, „sch“, „ch“ und „f“; Differenzierungsschwäche der Nasallaute „m“, „n“, „ng“ und der Plosivlaute „b/p“, “d/t“ und „g/k“
|
onsstörung; multiples bis universelles Stammeln; Sprache in Semantik, Syntaktik, Grammatik, Phonematik und Prosodie gestört; verstümmelte oder verwaschene Sprache bis Mutismus
|
|
Sozialverhalten:
|
fast ohne Ausnahmen soziale Auffälligkeiten! Kind ist ängstlich und verschüchtert, meidet häufig den Kontakt zu Erwachsenen, zeigt Angst vor Ärzten in weißen Kitteln; ist ein „stilles Kind“ und in der Gruppe stark zurückgezogen; manchmal ist es aber auch übermäßig laut und schrill; häufige Aggressionen
|
|
|
ohne ersichtlichen Grund
|
Kind zeigt autistische Züge
|
|
Lernen und Konzentration:
|
Kind kann sich nur schwer konzentrieren; oft Lernprobleme im Zusammenhang mit einem Gesamtentwicklungsrückstand bis hin zur Lernschwäche
|
Konzentrationsstörung und Lernschwierigkeiten möglich
|
Konzentrationsfähigkeit und Lernen sind meist beeinträchtigt
|
Kind ist häufig sehr unkonzentriert; Verdacht auf Lernbehinderung
|
|
Motorik:
|
Kind ist häufig hypermotorisch und zappelig
|
manchmal Störung des Gleichgewichts
|
|
Schulentwicklung
|
Konzentrationsprobleme, Verhaltensprobleme, Lese-Rechtschreib-Schwäche, etc. führen in fast allen Fällen zu Schulproblemen (am ausgeprägtesten im Fach Deutsch und hier besonders bei ungeübten Diktaten, aber auch in Mathematik und den Sachfächern); Kind ist ein „Außenseiter“;
|
|
Begleiterscheinungen:
|
fast immer falsche Atmung (Mundatmung, Hochatmung); häufige Erkältungskrankheiten; geringe Schlaftiefe, manchmal Appetitlosigkeit; psychische Unsicherheit
|
Konzentrationsstörung und Lernschwierigkeiten möglich
|
Konzentrationsfähigkeit und Lernen sind meist beeinträchtigt
|
Kind ist häufig sehr unkonzentriert; Verdacht auf Lernbehinderung
|
|
mögliche organi-sche Ursachen:
|
Tubenfunktionsstörung, Mittelohrerguss, „Polypen“, häufige Erkältungskrankheiten, Allergien, Kieferfehlstellung, Störungen des lymphatischen Systems ...
|
Hörsturz, Lärmschaden, perinataler Sauerstoffmangel oder toxische Einwirkungen, Schädigung des Nervus akustikus, Akustikus-Neurinom ...
|
perinataler Sauerstoffmangel oder toxische Einwirkungen, chronische Otitis (Mittelohrentzündung), Mittelohreiterung mit Durchbruch ins Innenohr, Vererbung, Hörsturz usw.
Innenohrschäden sind nicht behebbar!
|
|
Therapiemöglich-
|
Erkennen des Hörschadens als absolute Voraussetzung! Fachärztliche Untersuchung und Therapie ist in jedem Fall notwendig!
|
|
keiten:
|
fachärztliche Therapie, Korrektur der Falsch-Atmung, Sprachtherapie / Logopädie; pädagogisch- audiologische Beratung
|
fachärztliche Therapie, Korrektur der Falsch-Atmung, Sprach-therapie/Logopädie, Kieferregulierung; pädagogisch-audiolo- gische Beratung
|
gezielte pädagogische Maßnahmen zuhause, im Kindergarten oder in der Schule, evtl. Hörgeräteversorgung; pädagogisch- audiologische Beratung
|
in den meisten Fällen beidseitige Hörgeräteversorgung, Hör- und Absehtraining, Sprach- förderung Logopädie; päda- gogisch-audiolog. Beratung
|
beidseitige Hörgeräteversorgung, Hör- Sprech- und Absehtraining; spezielle Hilfen; pädagogisch-audiologische Beratung
|